Anbringen der Folien
Ausschneiden der Motive:
Idealerweise wird direkt an der Motivkante ausgeschnitten, um die Schiebebilder unsichtbar zu machen. Ohne Laserschnitteinrichtung ist das aber in der Praxis nicht realisierbar. Außerdem bestehen in aller Regel die Schiebebilder aus Motivgruppen, deren Einzelelemente im Maßstab 1/500 gar nicht zu handhaben sind. (Wer schneidet schon jeden Buchstaben eines Namenszuges einzeln aus!?). Also wird um die Motivgruppen mehr oder weniger dicht herumgeschnitten. Zu welcher Größe die Gruppen zusammengefasst werden, bleibt jedem selbst überlassen. Sehr oft ist es selbsterklärend. Wenn z. B. nur der Namenszug einer Airline auf dem Rumpf platziert werden soll, ist das eindeutig. Was aber, wenn direkt neben dem Namenszug noch ein Logo auf das Modell soll? Und neben dem Logo noch 3 Sternchen? Hier gilt wieder das Für und Wider abzuwägen: Einzelne, kleinere Schiebebilder lassen sich leicht verarbeiten, auf dem Modell platzieren und auch korrigieren. Und was schon mal richtig platziert auf dem Modell klebt, das kann auch da bleiben. Dagegen spricht die höhere Anzahl von sichtbaren Kanten.
Ein großes Schiebebild, das mehrere Motivgruppen in sich vereinigt, weist dagegen deutlich weniger sichtbare Kanten auf, lässt sich aber nicht ganz so einfach verarbeiten. Und das wird um so schwieriger, je größer das Schiebebild ist. Ausgehend von einem konstanten Verarbeitungszeitraum wird die Zeit zum Platzieren eines großen Schiebebildes doch ziemlich knapp, wenn an mehreren Stellen Korrekturen vorgenommen werden müssen. Wenn noch nicht alles richtig sitzt während das Schiebebild schon antrocknet, hilft leider oft nur noch entfernen und neu machen.
Längere gerade Schnitte macht man am besten mit einer scharfen Klinge (Skalpell, Teppichmesser o. ä.) entlang einer Metallschiene. Es ist sehr wichtig, dass die Klinge extrem scharf ist, denn sonst franst die Folie an der Schnittkante aus. Dieses Ausfransen ist zu diesem Zeitpunkt mit dem bloßen Auge nicht erkennbar, fällt aber nach dem Aufbringen auf dem Modell doch negativ auf. Außerdem sollte man bedenken, dass die Klinge schon nach wenigen Folienschnitten relativ stumpf wird, so dass ständig eine neue Klinge her müsste. Aus diesem Grund haben sich die Teppichmesser mit abbrechbarer Klinge bewährt.
Kleine gerade Schnitte oder Kurvenlinien werden mit einer kleinen Schere, wie sie für Scherenschnitte benutzt wird, ausgeführt. Es eignen sich sicher auch andere Scherentypen, deren Eignung zu testen ist.
Wie gesagt wird mehr oder weniger dicht am Motiv geschnitten. Bei mit Tintenstrahldrucker erstellten Folien ist aber unbedingt darauf zu achten, dass nicht versehentlich in den Druck hineingeschnitten wird. An der Schnittstelle wäre die Versiegelung zerstört und die Farbe liefe beim Aufbringen auf das Modell aus.
Anbringen der Decals:
1. Wässern
Die ausgeschnittene Schiebefolie wird kurz gewässert, damit die Folie sich von der Basis lösen kann und die Klebeschicht aktiviert wird. Die Dauer richtet sich nach der Größe des Folienstücks, bei sehr kleinen Stücken reicht schon ein einmaliges Eintauchen. Auf keinen Fall darf sich die Folie im Wasser schon von der Basis lösen und im Wasser schwimmen.
2. Aufbringen
Die gewässerte Folie wird mit Hilfe einer Pinzette in der Nähe der endgültigen Stelle auf dem Modell abgelegt. Hier verbleibt sie einige Zeit zum Durchfeuchten und vollständigen Lösen des Klebers. Der Zeitpunkt ist dann richtig, wenn sich die Folie leicht von der Basis schieben lässt. Überschüssiges Wasser wird jetzt mit einem Wattestäbchen abgesaugt. Das ist wichtig, damit die Folie nicht auf einem zu großen Wasserfilm schwimmt und sich nur schwer platzieren lässt, da sie immer wieder wegschwimmt.
Mit einem Holzstäbchen wird anschließend die Folie von der Basis auf das Modell geschoben und an die richtige Stelle dirigiert. Das Schieben sollte immer seitlich erfolgen und nicht mit dem Stäbchen von oben auf die Folie gedrückt werden.
Das restliche Wasser wird jetzt wieder mit einem Wattestäbchen aufgesaugt.
Die richtig platzierte Schiebefolie wird mit anschließend mit einer im Spezialhandel erhältlichen Weichmacherfüssigkeit vorsichtig benetzt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Folie komplett von dem Weichmacher unterlaufen wird. Aber auf keinen Fall zu viel Weichmacher auftragen, dass die Folie darauf wieder aufschwimmt und die Position wieder verändert.
Die Folie darf nun vorerst nicht mehr berührt werden, da sie durch den Weichmacher sehr verletzlich wird. Mit dem Verdunsten des Weichmachers legt sich die Folie blasenfrei (!!) auf das Modell, dieser Vorgang kann bis zu einer Stunde dauern.
Sollte nach einiger Zeit erkennbar sein, dass sich die Folie an einer Stelle nicht allein auf das Modell legt, kann extrem vorsichtig mit einem Wattestäbchen nachgeholfen werden. Die dünneren Folien für die Verwendung mittels Thermotransfer- oder Laserdrucker legen sich in aller Regel bei komplexen Rumpfformen komplett selbst auf das Modell.
Idealerweise wird direkt an der Motivkante ausgeschnitten, um die Schiebebilder unsichtbar zu machen. Ohne Laserschnitteinrichtung ist das aber in der Praxis nicht realisierbar. Außerdem bestehen in aller Regel die Schiebebilder aus Motivgruppen, deren Einzelelemente im Maßstab 1/500 gar nicht zu handhaben sind. (Wer schneidet schon jeden Buchstaben eines Namenszuges einzeln aus!?). Also wird um die Motivgruppen mehr oder weniger dicht herumgeschnitten. Zu welcher Größe die Gruppen zusammengefasst werden, bleibt jedem selbst überlassen. Sehr oft ist es selbsterklärend. Wenn z. B. nur der Namenszug einer Airline auf dem Rumpf platziert werden soll, ist das eindeutig. Was aber, wenn direkt neben dem Namenszug noch ein Logo auf das Modell soll? Und neben dem Logo noch 3 Sternchen? Hier gilt wieder das Für und Wider abzuwägen: Einzelne, kleinere Schiebebilder lassen sich leicht verarbeiten, auf dem Modell platzieren und auch korrigieren. Und was schon mal richtig platziert auf dem Modell klebt, das kann auch da bleiben. Dagegen spricht die höhere Anzahl von sichtbaren Kanten.
Ein großes Schiebebild, das mehrere Motivgruppen in sich vereinigt, weist dagegen deutlich weniger sichtbare Kanten auf, lässt sich aber nicht ganz so einfach verarbeiten. Und das wird um so schwieriger, je größer das Schiebebild ist. Ausgehend von einem konstanten Verarbeitungszeitraum wird die Zeit zum Platzieren eines großen Schiebebildes doch ziemlich knapp, wenn an mehreren Stellen Korrekturen vorgenommen werden müssen. Wenn noch nicht alles richtig sitzt während das Schiebebild schon antrocknet, hilft leider oft nur noch entfernen und neu machen.
Längere gerade Schnitte macht man am besten mit einer scharfen Klinge (Skalpell, Teppichmesser o. ä.) entlang einer Metallschiene. Es ist sehr wichtig, dass die Klinge extrem scharf ist, denn sonst franst die Folie an der Schnittkante aus. Dieses Ausfransen ist zu diesem Zeitpunkt mit dem bloßen Auge nicht erkennbar, fällt aber nach dem Aufbringen auf dem Modell doch negativ auf. Außerdem sollte man bedenken, dass die Klinge schon nach wenigen Folienschnitten relativ stumpf wird, so dass ständig eine neue Klinge her müsste. Aus diesem Grund haben sich die Teppichmesser mit abbrechbarer Klinge bewährt.
Kleine gerade Schnitte oder Kurvenlinien werden mit einer kleinen Schere, wie sie für Scherenschnitte benutzt wird, ausgeführt. Es eignen sich sicher auch andere Scherentypen, deren Eignung zu testen ist.
Wie gesagt wird mehr oder weniger dicht am Motiv geschnitten. Bei mit Tintenstrahldrucker erstellten Folien ist aber unbedingt darauf zu achten, dass nicht versehentlich in den Druck hineingeschnitten wird. An der Schnittstelle wäre die Versiegelung zerstört und die Farbe liefe beim Aufbringen auf das Modell aus.
Anbringen der Decals:
1. Wässern
Die ausgeschnittene Schiebefolie wird kurz gewässert, damit die Folie sich von der Basis lösen kann und die Klebeschicht aktiviert wird. Die Dauer richtet sich nach der Größe des Folienstücks, bei sehr kleinen Stücken reicht schon ein einmaliges Eintauchen. Auf keinen Fall darf sich die Folie im Wasser schon von der Basis lösen und im Wasser schwimmen.
2. Aufbringen
Die gewässerte Folie wird mit Hilfe einer Pinzette in der Nähe der endgültigen Stelle auf dem Modell abgelegt. Hier verbleibt sie einige Zeit zum Durchfeuchten und vollständigen Lösen des Klebers. Der Zeitpunkt ist dann richtig, wenn sich die Folie leicht von der Basis schieben lässt. Überschüssiges Wasser wird jetzt mit einem Wattestäbchen abgesaugt. Das ist wichtig, damit die Folie nicht auf einem zu großen Wasserfilm schwimmt und sich nur schwer platzieren lässt, da sie immer wieder wegschwimmt.
Mit einem Holzstäbchen wird anschließend die Folie von der Basis auf das Modell geschoben und an die richtige Stelle dirigiert. Das Schieben sollte immer seitlich erfolgen und nicht mit dem Stäbchen von oben auf die Folie gedrückt werden.
Das restliche Wasser wird jetzt wieder mit einem Wattestäbchen aufgesaugt.
Die richtig platzierte Schiebefolie wird mit anschließend mit einer im Spezialhandel erhältlichen Weichmacherfüssigkeit vorsichtig benetzt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Folie komplett von dem Weichmacher unterlaufen wird. Aber auf keinen Fall zu viel Weichmacher auftragen, dass die Folie darauf wieder aufschwimmt und die Position wieder verändert.
Die Folie darf nun vorerst nicht mehr berührt werden, da sie durch den Weichmacher sehr verletzlich wird. Mit dem Verdunsten des Weichmachers legt sich die Folie blasenfrei (!!) auf das Modell, dieser Vorgang kann bis zu einer Stunde dauern.
Sollte nach einiger Zeit erkennbar sein, dass sich die Folie an einer Stelle nicht allein auf das Modell legt, kann extrem vorsichtig mit einem Wattestäbchen nachgeholfen werden. Die dünneren Folien für die Verwendung mittels Thermotransfer- oder Laserdrucker legen sich in aller Regel bei komplexen Rumpfformen komplett selbst auf das Modell.