Airbrushen des Modells
Die Lackierung eines Modells mittels Airbrush hat sicher einen genauso entscheidenden Einfluss auf das spätere Erscheinungsbild des Modells wie die Qualität der Naßschiebefolien. Deshalb sollte auch hier mit der notwendigen Entschlossenheit und Geduld zu Werke gegangen werden wie bei der Erstellung der Decals.
Doch bevor jetzt in´s Detail gegangen wird, sollte man sich die Frage stellen, ob eine Lackierung überhaupt notwendig ist. Nicht alle Liveries erfordern zwingend eine Bemalung, wenn andere Vorhaben diese wiederum als hilfreich erscheinen lassen. Eine Lackierung kann sehr, sehr aufwendig werden und es ist sicher allein aus diesem Grund ratsam, darüber nachzudenken. Was heißt jetzt nun zwingend notwendig?
Hierbei können wir nach drei Gründen unterscheiden:
1) Farbe:
nach sorgfältiger Auswahl des Basismodells und Entfernen des Tampondrucks hat das Modell oder Teile desselben nicht dieselbe Farbe wie gewünscht. Ein klassisches Beispiel hierfür sind die hin und wieder aus farbigem Kunststoff hergestellten Teile wie Triebwerke und Seitenleitwerke. Hier hilft auch kein noch so langes Schleifen mittels Schleifpaste, ein aus blauem Kunststoff hergestelltes Triebwerk wird sich allen Versuchen widersetzen, weiß zu werden. Hier hilft nur überlackieren. Ebenso kann nicht auf die Lackierung verzichtet werden, wenn das Modell komplett sein Farbkleid wechseln soll. Eine "Auffrischung" von vergilbtem Kunststoff kann in den meisten Fällen auch nur durch Lackierung erfolgen.
2) Form:
jetzt wird sich manch einer fragen, was hat die Form des Modells mit der Notwendigkeit zum Lackieren zu tun? Nun ja, es gibt Stellen, die lassen sich nicht bekleben! Ein Modell ist ein dreidimensionaler Körper und die Decalfolie eben nur zweidimensional, woraus sich eine gewisse Schwierigkeit ergibt, diese Folie mehr recht als schlecht auf dem Körper zu platzieren (dazu kommen wir später). Erschwerend kommt noch der sehr kleine Maßstab (M 1:500) dazu mit den daraus sich ergebenden extrem kleinen Radien und Bögen. Was in M 1:72 problemlos möglich ist, daran wird man in M 1:500 scheitern. Unter diesem Aspekt soll doch mal versucht werden, ein Decal auf der Nase einer B737 zu platzieren. Und das in einwandfreier Qualität ohne Falten.
3) Decals:
die auf der hauchdünnen Transparentfolie ausgedruckten Decals bekommen nur auf einem weißen Untergrund ihre volle Farbintensität und Leuchtkraft. Aus diesem Grund müssen die zu beklebenden Modellteile in aller Regel in einer einwandfreien weißen Grundlackierung vorliegen. Inwieweit beim Ausdruck von sehr dunklen Farben oder auf weiße Folie hiervon abgewichen werden kann, ist auszuprobieren. Allgemein ausgenommen sind lediglich die mittels Spezialdrucker ausgedruckten Effektfarben, die auch auf nicht weißem Untergrund mit noch guter Qualität verwendbar sind.
Kommen wir jetzt zu den Zweifelsfällen.
Ja es gibt sie, diese Stellen am Modell, die sowohl mit Decalfolie beklebt als auch lackiert werden können. Hierbei ist immer von Fall zu Fall im Rahmen des Machbaren zu entscheiden. Zur Erläuterung sei auf folgendes Beispiel verwiesen: bei Flugzeugbemalungen kommt es sehr oft zu Farbwiederholungen. So findet sich die Farbe der Triebwerke oft auf dem Seitenleitwerk wieder oder ist Teil des Logos. Triebwerke sind aus den oben erläuterten technischen Gründen vorrangig zu lackieren. Um zu einer farblich einheitlichen Ausgestaltung zu kommen, bietet es sich hierbei an, die Triebwerksfarbe möglichst auch auf dem Leitwerk zu verwenden. Eine Druckfarbe auf einem Decal wird sich auch bei größter Mühe immer von einer Lackierfarbe unterscheiden.
Hat man sich jetzt zur Lackierung entschlossen oder kommt gezwungenermaßen gar nicht daran vorbei, ist die Aufmerksamkeit jetzt auf die Wahl der richtigen Materialien zu richten. Neben der Eignung der einzelnen Komponenten für sich ist auch auf eine Verträglichkeit untereinander zu achten. Hierzu zählen:
1. Lack:
Die wichtigste Voraussetzung für einen geeigneten Lack ist seine Haftfähigkeit auf dem Modell, dies gilt vor allem für die Lackierung von Kunststoffteilen am Modell und eventuell auch der Decalfolie. Nach Aussage eines Modellherstellers ist der von ihnen verarbeitete Kunststoff ABS (Acrylnitrilbutadienacrylat). Die meisten uns bekannten Modellbaulacke haben Schwierigkeiten mit diesem Kunstoff. Der Lack sollte eine gute Pigmentierung aufweisen. Die Verarbeitungszeit sollte mittels Trockenverzögerer einstellbar sein
2. Maskierfolie:
Die Maskierfolie muss ausreichend dehnbar sein ohne dabei zu elastisch, d.h. sie darf nicht wieder in ihre Ausgangsform zurückkehren, wenn sie mal z. Bsp. um eine enge Rumpfpartie gezogen wurde. Die Folie sollte so dünn wie möglich sein, damit keine hässliche Farbkante entsteht. Der Kleber muss ausreichend auf dem Klarlack oder Kunststoff haften, darf aber nicht so stark sein, dass darunter liegende Farbpartien beim Abziehen an der Folie haften bleiben. Auch darf er nicht durch seine chemische Zusammensetzung allein schon den Lack angreifen.
3. Maskierfilm:
Hier sind zwei Eigenschaften entscheidend:
a) Der Film muss nach dem Trocknen eine Haut bilden, die sich zusammenhängend entfernen lässt. Sogenannter Rubbelkrepp ist meist ungeeignet, da er an vielen Stellen wegen Unzugänglichkeit nicht weggerubbelt werden kann.
b) Der getrocknete Film darf aus denselben Gründen wie oben nicht zu stark haften.
4. Decalfolie:
Hierzu ist unter dem Aspekt des Lackierens nur zu erwähnen, dass auch deren Kleber den Lack nicht angreifen darf.
Doch bevor jetzt in´s Detail gegangen wird, sollte man sich die Frage stellen, ob eine Lackierung überhaupt notwendig ist. Nicht alle Liveries erfordern zwingend eine Bemalung, wenn andere Vorhaben diese wiederum als hilfreich erscheinen lassen. Eine Lackierung kann sehr, sehr aufwendig werden und es ist sicher allein aus diesem Grund ratsam, darüber nachzudenken. Was heißt jetzt nun zwingend notwendig?
Hierbei können wir nach drei Gründen unterscheiden:
1) Farbe:
nach sorgfältiger Auswahl des Basismodells und Entfernen des Tampondrucks hat das Modell oder Teile desselben nicht dieselbe Farbe wie gewünscht. Ein klassisches Beispiel hierfür sind die hin und wieder aus farbigem Kunststoff hergestellten Teile wie Triebwerke und Seitenleitwerke. Hier hilft auch kein noch so langes Schleifen mittels Schleifpaste, ein aus blauem Kunststoff hergestelltes Triebwerk wird sich allen Versuchen widersetzen, weiß zu werden. Hier hilft nur überlackieren. Ebenso kann nicht auf die Lackierung verzichtet werden, wenn das Modell komplett sein Farbkleid wechseln soll. Eine "Auffrischung" von vergilbtem Kunststoff kann in den meisten Fällen auch nur durch Lackierung erfolgen.
2) Form:
jetzt wird sich manch einer fragen, was hat die Form des Modells mit der Notwendigkeit zum Lackieren zu tun? Nun ja, es gibt Stellen, die lassen sich nicht bekleben! Ein Modell ist ein dreidimensionaler Körper und die Decalfolie eben nur zweidimensional, woraus sich eine gewisse Schwierigkeit ergibt, diese Folie mehr recht als schlecht auf dem Körper zu platzieren (dazu kommen wir später). Erschwerend kommt noch der sehr kleine Maßstab (M 1:500) dazu mit den daraus sich ergebenden extrem kleinen Radien und Bögen. Was in M 1:72 problemlos möglich ist, daran wird man in M 1:500 scheitern. Unter diesem Aspekt soll doch mal versucht werden, ein Decal auf der Nase einer B737 zu platzieren. Und das in einwandfreier Qualität ohne Falten.
3) Decals:
die auf der hauchdünnen Transparentfolie ausgedruckten Decals bekommen nur auf einem weißen Untergrund ihre volle Farbintensität und Leuchtkraft. Aus diesem Grund müssen die zu beklebenden Modellteile in aller Regel in einer einwandfreien weißen Grundlackierung vorliegen. Inwieweit beim Ausdruck von sehr dunklen Farben oder auf weiße Folie hiervon abgewichen werden kann, ist auszuprobieren. Allgemein ausgenommen sind lediglich die mittels Spezialdrucker ausgedruckten Effektfarben, die auch auf nicht weißem Untergrund mit noch guter Qualität verwendbar sind.
Kommen wir jetzt zu den Zweifelsfällen.
Ja es gibt sie, diese Stellen am Modell, die sowohl mit Decalfolie beklebt als auch lackiert werden können. Hierbei ist immer von Fall zu Fall im Rahmen des Machbaren zu entscheiden. Zur Erläuterung sei auf folgendes Beispiel verwiesen: bei Flugzeugbemalungen kommt es sehr oft zu Farbwiederholungen. So findet sich die Farbe der Triebwerke oft auf dem Seitenleitwerk wieder oder ist Teil des Logos. Triebwerke sind aus den oben erläuterten technischen Gründen vorrangig zu lackieren. Um zu einer farblich einheitlichen Ausgestaltung zu kommen, bietet es sich hierbei an, die Triebwerksfarbe möglichst auch auf dem Leitwerk zu verwenden. Eine Druckfarbe auf einem Decal wird sich auch bei größter Mühe immer von einer Lackierfarbe unterscheiden.
Hat man sich jetzt zur Lackierung entschlossen oder kommt gezwungenermaßen gar nicht daran vorbei, ist die Aufmerksamkeit jetzt auf die Wahl der richtigen Materialien zu richten. Neben der Eignung der einzelnen Komponenten für sich ist auch auf eine Verträglichkeit untereinander zu achten. Hierzu zählen:
1. Lack:
Die wichtigste Voraussetzung für einen geeigneten Lack ist seine Haftfähigkeit auf dem Modell, dies gilt vor allem für die Lackierung von Kunststoffteilen am Modell und eventuell auch der Decalfolie. Nach Aussage eines Modellherstellers ist der von ihnen verarbeitete Kunststoff ABS (Acrylnitrilbutadienacrylat). Die meisten uns bekannten Modellbaulacke haben Schwierigkeiten mit diesem Kunstoff. Der Lack sollte eine gute Pigmentierung aufweisen. Die Verarbeitungszeit sollte mittels Trockenverzögerer einstellbar sein
2. Maskierfolie:
Die Maskierfolie muss ausreichend dehnbar sein ohne dabei zu elastisch, d.h. sie darf nicht wieder in ihre Ausgangsform zurückkehren, wenn sie mal z. Bsp. um eine enge Rumpfpartie gezogen wurde. Die Folie sollte so dünn wie möglich sein, damit keine hässliche Farbkante entsteht. Der Kleber muss ausreichend auf dem Klarlack oder Kunststoff haften, darf aber nicht so stark sein, dass darunter liegende Farbpartien beim Abziehen an der Folie haften bleiben. Auch darf er nicht durch seine chemische Zusammensetzung allein schon den Lack angreifen.
3. Maskierfilm:
Hier sind zwei Eigenschaften entscheidend:
a) Der Film muss nach dem Trocknen eine Haut bilden, die sich zusammenhängend entfernen lässt. Sogenannter Rubbelkrepp ist meist ungeeignet, da er an vielen Stellen wegen Unzugänglichkeit nicht weggerubbelt werden kann.
b) Der getrocknete Film darf aus denselben Gründen wie oben nicht zu stark haften.
4. Decalfolie:
Hierzu ist unter dem Aspekt des Lackierens nur zu erwähnen, dass auch deren Kleber den Lack nicht angreifen darf.